Neue Fernwärmepreise für Dinslaken, Hünxe und Voerde

Die Energie- und Rohstoffpreise steigen seit Monaten unaufhaltsam an. Auch die Börsenpreise für CO2-Zertifikate sind seit Jahresbeginn stark gestiegen. Kostete die Tonne CO2 im Jahresdurchschnitt 2020 noch 24,60 Euro, so mussten im Juli 2021 im Monatsmittel mehr als 53 Euro/Tonne bezahlt werden. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Fernwärmepreise der an die Fernwärmeschiene Niederrhein angeschlossenen Kund*innen in Dinslaken, Voerde (ohne Friedrichsfeld), Hünxe-Bruckhausen und Moers.

Fernwärmepreise werden mit festgelegten Preisänderungsklauseln berechnet, denen eine Reihe von Indizes zugrunde liegen, die u.a. vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht werden. Rohstoffpreise für die Wärmeerzeugung wirken sich ebenso auf die Preise für die Kund*innen aus, wie die CO2-Bepreisung. Insbesondere die stark gestiegenen Preise für Emissionsberechtigungen führen im Rahmen der Anwendung der Preisänderungsklauseln zum 1. Oktober 2021 zu einer Erhöhung der Kosten für die Fernwärme. Während die Grund- und Verrechnungspreise nur geringfügig steigen, ergibt sich beim Arbeitspreis ein anderes Bild.

Die Stadtwerke Dinslaken als Mutterkonzern der Fernwärmeversorgung Niederrhein haben diese Entwicklung bereits frühzeitig erkannt und setzen mit dem Bau des Dinslakener Holzenergiezentrums (DHE) auf eine CO2-arme Wärmeerzeugung auf Basis von Altholz. Wie richtig dieser Weg ist, zeigt sich aktuell schon in Friedrichsfeld, wo das Fernwärmenetz klimafreundlich aus dem örtlichen Biomasse-Heizwerk gespeist wird. Dort sinken die Kosten für einen fernwärmeversorgten Haushalt im Schnitt um ca. fünf Prozent. Die Preissenkung resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Holzpreisindex.

Mit Inbetriebnahme des DHE im Jahr 2023 wird die im Bereich der Fernwärmeschiene Niederrhein eingesetzte Fernwärme deutlich klimafreundlicher erzeugt werden und zudem deutlich weniger abhängig von der aktuellen CO2-Bepreisung sein. „Die jetzige Kostenentwicklung zeigt, wie wichtig und richtig die Wärmewende und die Umstellung auf eine autarke und annähernd CO2-neutrale Wärmeerzeugung durch das DHE sind“, so Josef Kremer, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken und der Fernwärmeversorgung Niederrhein.

Im Vorgriff auf die Umstellung auf die annähernd CO2-neutrale Wärmeerzeugung hat man sich bei der Fernwärmeversorgung Niederrhein dazu entschlossen, die sich durch die Preisänderungsklausel des Arbeitspreises ergebende Preiserhöhung durch einen Nachlass abzumildern. Dieser beträgt für die kommende Heizperiode vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 sieben Prozent auf den ab dem 1. Oktober gültigen Arbeitspreis. Für einen fernwärmeversorgten Haushalt wird so der Anstieg der Heizkosten für das kommende Halbjahr auf durchschnittlich rund 4,5 Prozent gedrosselt.

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