Kleines Kraftpaket unterstützt vergrößertes Fernwärmenetz

Das neue Blockheizkraftwerk am Alnwicker Ring in Voerde hat seinen Betrieb aufgenommen, um die Versorgungssicherheit aller bestehenden und neuen Kunden der Fernwärmeversorgung Niederrhein im Zentrum von Voerde sicherzustellen

In der Fernwärmeversorgung in Voerde hat sich in den vergangenen zwei Jahren einiges getan. Die Fernwärmeversorgung Niederrhein (FN) verdichtete ihr Netz im Bereich Bahnhofstraße und Friedrichsfelder Straße. Nicht nur die großen Gebäudekomplexe des Seniorenparks Carpe Diem, der Realschule und der St. Paulus-Kirche mit einigen ihrer Nebengebäude werden nun umwelt- und klimaschonend mit der Wärme aus dem Netz versorgt, auch zahlreiche private Eigentümer satteln auf Fernwärme um, um komfortabel zu heizen und gleichzeitig ihre CO2-Bilanz zu verbessern. In diesen Tagen werden die Eigentümer an der Friedhofstraße über die Möglichkeit eines Fernwärmeanschlusses informiert. Ihre Häuser liegen entlang des ersten Bauabschnitts der künftigen Verbindungsleitung zwischen Voerde und Friedrichsfeld, deren Verlegung im März beginnt.

Doch woher kommt die Wärme? Das Fernwärmesystem in Voerdes Innenstadt und in Möllen hängt an der Fernwärmeschiene Niederrhein, deren Wärme aus industrieller Abwärme, Biomasse, Biogas und Erdgas erzeugt wird und bis nach Voerde transportiert wird. Um die Netzstabilität in der Voerder Innenstadt zu erhöhen und damit die Versorgungssicherheit sicherzustellen, wurde am 18. Januar am Alnwicker Ring ein kompaktes, erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von gerade einmal 55 Quadratmetern erzeugt das kleine Kraftpaket mit einer thermischen Leistung von 1.200 Kilowatt so viel Wärme, dass damit allein 750 Haushalte versorgt werden könnten. Dies ist natürlich nur ein Rechenbeispiel. Denn Fernwärme ist ein Verbundsystem, das aus verschiedenen Quellen gespeist wird und die unterschiedlichsten Immobilien vom großen Schulgebäude bis zur Etagenwohnung im Mehrfamilienhaus versorgt.

Aber das BHKW liefert nicht nur die Wärme für den Bedarf im Zentrum von Voerde. Es arbeitet in Kraft-Wärme-Kopplung und dies bedeutet, dass es gleichzeitig auch Strom erzeugt. Dies macht seinen Betrieb besonders klimaschonend. Mit seiner Leistung von 999 Kilowatt elektrisch kann das kleine BHKW ca. 1.900 Haushalte mit Strom versorgen.

Von alldem werden die Anwohner im Umfeld des Alnwicker Rings allerdings kaum etwas merken. Die Anlage ist nicht nur klein, sie arbeitet auch sehr leise. Eine besondere Schallschutzhaube sorgt dafür, dass vom Brummen des 12-Zylinder-Motors kaum mehr als ein Flüstern nach außen dringt. Und die hochmoderne Abgasanlage erfüllt die allerneusten Emissionsanforderungen. Dies gilt insbesondere für die Stickoxid-Emissionen, die gegenüber anderen Bestandsanlagen halbiert sind. Fernwärme in Voerde: rundum sauber, rundum klimaschonend und rundum komfortabel.

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