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Größte Nanofiltrationsanlage geht am 26.02.2010 offiziell in Betrieb
Gute Trinkwasserqualität in Dinslaken durch modernste Technik
EDer Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Eckhard Uhlenberg, der Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Dinslaken, Dr. Michael Heidinger, und der Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken, Dr. Thomas Götz, nehmen am 26.02.2010 die größte Nanofiltrationsanlage Deutschlands offiziell in Betrieb.
Modernste Technik sorgt für gutes Trinkwasser in Dinslaken
Mit einem "symbolischen Knopfdruck" wird der Start frei gegeben für die neue Nanofiltrationsanlage. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Dinslaken ist für die Zukunft eine hohe Trinkwasserqualität sichergestellt.
Wickelmembranen sorgen für Reinheit
Technisch stellt die Membranfiltration ein Verfahren dar, das die im Rohwasser enthaltenen Schadstoffe über einen physikalisch-chemischen Siebeffekt entfernt. Das Rohwasser wird dabei durch Wickelmembrane gepresst. Diese besitzt gleichmäßig feine Poren. Die Wassermoleküle, d.h. die kleinsten Bestandteile des Rohwassers, passieren unter Druck diese Membrane. Die Schadstoffe, die in ihren räumlichen Abmessungen größer als die Wassermoleküle sind, können aufgrund ihrer Porengröße die Membrane nicht durchdringen. Sie verbleiben auf der Rohwasserseite der Membran. Die Wassermoleküle wandern durch die Poren hindurch und sind frei von Schadstoffen. Trinkwasserqualität erhält das Wasser durch Beimischung von Rohwasser im Teillastbetrieb bzw. durch Aufhärtung mit dolomitischem Gestein im Volllastbetrieb.
Nanofiltration im Teillastbetrieb
Die Anlage arbeitet aktuell im Teillastbetrieb, d. h., nur eine Teilwassermenge wird aufbereitet. Die letzte Aufbereitungsstufe, in der das Rohwasser über dolomitisches Gestein geleitet und aufgehärtet wird, ist noch nicht aktiv. Weil die im Rhein enthaltenen Störstoffe die Wassergewinnungsanlagen noch nicht erreicht haben, ist zurzeit noch nicht erforderlich, den gesamten Rohwasserstrom über die Nanofiltrationsanlage zu führen. Aktuell durchströmen 51,5 Prozent, also gut die Hälfte des Brunnenwassers die Nanofiltrationsanlage, der Rest ist Rohwasser aus dem Grundwasservorkommen. Beide Wässer werden gemischt, es entsteht Trinkwasser von hoher Qualität.
13,8 Millionen Euro Investitionen
In den Bau der Anlage wurden rund 13,8 Millionen Euro investiert. Die Bauzeit betrug rund drei Jahre.
Am 25. April 2010 ist "Tag der Offenen Tür". Interessierte Dinslakener Wasserkunden und Besucher sind eingeladen, sich die neue Nanofiltrationsanlage im Wasserwerk in Voerde- Löhnen anzusehen. Dazu erfolgen noch weitere Informationen in der Tagespresse.

Im Bild zu sehen von links nach rechts: Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Heidinger, NRW Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Stadtwerke Dinslaken Geschäftsführer Dr. Thomas Götz bei der Freigabe der Nanofiltrationsanlage in den laufenden Betrieb.
27.02.2010
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