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Kesselrichtfest am Frischholz-Heizkraftwerk


Die Montage der Kesselanlage am künftigen Frischholz-Heizkraftwerk der Stadtwerke Dinslaken GmbH ist am Mittwoch, den 27.Juni 2007 mit dem Aufsetzen der rund 17 Tonnen schweren Trommel in eine entscheidende Phase getreten.

Gegen 14.00 Uhr am Nachmittag hing das Aggregat am Haken eines Spezialkranes und konnte ohne weitere Probleme auf den Druckkörper aufgesetzt werden.

Der Anlagenbauer – die Firma Weiss aus Dillenburg-Fronhausen nennet diesen Montageschritt schlicht "Kesselrichtfest". Zum Brauch gehört, dass der Vorname des Bauherrn - in diesem Falle der von Dr. Thomas Götz , dem Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken GmbH - auf die Trommel geschrieben wird. Haupt-Bauleiter Anton Kaiser von der Firma Weiss dazu:" Dem Brauch nach werden die Buchstaben das Namens gezählt, und dann kommen entsprechend viele Flaschen Schnaps auf den Tisch. Der wird allerdings erst nach Feierabend getrunken. Da immer einige Männer auf der Baustelle sind, hält sich die Feier in Grenzen.

In der Realität geht es nicht so trinkfreudig zu. Im Gegenteil, es herrscht auf der Baustelle strengstes Alkoholverbot.

Die Männer der Montagefirma, des Ingenieurbüros Seeger Engineering, des Architekturbüros Gramlich & Partner und weitere am Bau beteiligten Unternehmen haben sich lediglich in einem verbliebenen Gebäude des alten Schirrhofes zusammen gesetzt und das sogenannte Kesselrichtfest mit einem zünftigen Grillfest gefeiert.

Seit Mai arbeiten die Anlagenbauer aus Dillenburg-Fronhausen hier in Dinslaken. Das Unternehmen Weiss wurde 1925 in Dillenburg-Fronhausen gegründet und beschäftigt 65 Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren haben sie rund 15 Biomasse-Heizkraftwerke in Deutschland und zwei in Österreich der gleichen Bauart wie jetzt in Dinslaken aufgebaut. Das mittelständische Unternehmen ist mit seinen Produkten in rund 60 Ländern präsent.

Nach dem Abriss der alten Gebäude auf dem ehemaligen "Schirrhofgelände" und der Einbringung der Fundamente begann die Montage der rund 21 Meter hohen Feuerungs-Konstruktion.

In dieses Skelett wurde erst kürzlich der Druckbehälter mit seinen 70 Tonnen Gesamtgewicht eingefädelt. Mit der Montage der Trommel ist die endgültige Höhe der Feuerungsanlage erreicht. In der Trommel befinden sich während des Betriebes der Kesselanlage Wasser und Sattdampf, der dort abgezogen, auf 485 Grad Celsius überhitzt wird und mit hohem Druck die Turbine antreibt.

Auf der Baustelle in Dinslaken sind verschiedene Gewerke aus der Region beschäftigt. Die Stadtwerke Dinslaken selbst stellen auch Mitarbeiter zur Verfügung. Bis zum 18.Juli 2007 soll die Montage des Dampferzeugers abgeschlossen werden. An diesem und den beiden darauf folgenden Tagen soll die Druckprobe durchgeführt werden.

Stadtwerke - Chef Dr. Thomas Götz :" Wenn die Technik Ende des Jahres ihre Bewährungsprobe bestanden hat, dann feiern wir ein richtiges Richtfest. Heute ist jedoch eine wichtige Etappe geschafft. Wir freuen uns darüber, weil wir im Zeitplan liegen."

Die Trommel wird mit Hilfe eines Autodrehkrans auf den Druckkörper der Kesselanlage aufgesetzt. Hier schwebt das rund 17 Tonnen schwere Aggregat in rund 20 Metern Höhe an seinen Bestimmungsort. Unten beobachten Mitarbeiter der Firmen das Geschehen.

01.07..2007

 
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