Energieliefer-Contractingprojekt
Schul- und Sportzentrum Erftstadt-Lechenich
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zum Presseartikel der Stadt Erftstadt Link |
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Contracting bei der Fernwärmeversorgung Niederrhein Link |
Anlässlich der offiziellen Einweihung der Biomasseanlage zur Wärmeversorgung des Schul- und Sportzentrums Erftstadt-Lechenich werden die beteiligten Vertragspartner, die Stadt Erftstadt und die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH am 01.12.2009 das neue Versorgungs-konzept der Öffentlichkeit vorstellen.
Durch die Veranstaltung führen:
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Begrüßung: Herr Bürgermeister Dr. Rips |
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Grußwort: Herr Hans Büch, Leiter der Abteilung Energiecontracting, Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH |
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Gemeinsame Inbetriebnahme |
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Einführung in die Thematik |
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Von der Biomassestudie zum Nahwärmenetz: Herr Dipl. Ing. Karl-Heinz Weingarten, EU-Consult GmbH |
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Holzhackschnitzel und Nahwärmeversorgung – Vorstellung der Anlage
Herr Karl-Heinz Kühler, Projektleiter,
Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH |
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Rundgang durch die Anlage |
Die Einweihung der Anlage erfolgt mit der Inbetriebnahme der Holzkesselanlage, mit der etwa 85 % des Gesamtwärmebedarfs erzeugt werden. Der Rest des Wärmebedarfs wird zur Spitzenlastabdeckung an besonders kalten Tagen aus zwei vorhandenen Gaskesselanlagen gedeckt.
Der Bau der Anlage ist auf eine EU-weit durchgeführte Ausschreibung zurückzuführen, mit der die Stadt Erftstadt als Eigentümer und Betreiber der Gebäude einen Contractor zur Wärmeversorgung des Schul- und Sportzentrums gesucht hat.
Dazu wurde von dem Eigenbetrieb Immobilienwirtschaft der Stadt Erftstadt gemeinsam mit der EU-Consult GmbH ein Gesamtkonzept für die künftige Wärmeversorgung des Schul- und Sportzentrums entwickelt. Es wurde eine Variante auf Basis einer zentralen Wärmeerzeugungsanlage unter Einsatz erneuerbarer Energien und eine Variante auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW) untersucht. Diese beiden Varianten wurden in Verbindung mit einem neuen Nahwärmenetz als technische Mindestanforderungen in der Ausschreibung definiert.
Die bestehende Wärmeversorgungsanlage hatte auf Grund ihres Alters und der separaten Versorgung der insgesamt 10 Wärme-Verbrauchsstellen über Gas- und Ölheizkessel niedrige Nutzungsgrade, sodass davon auszugehen war, dass durch eine der beiden Varianten deutliche Einsparungen im Hinblick auf den Einsatz der fossilen Brennstoffe zu erzielen sind.
Den Zuschlag für die Wärmeversorgung des Schul- und Sportzentrums hat die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH (FN) erhalten, da sie auf Grund ihres energieeffizienten Konzeptes, das auf dem Einsatz von erneuerbaren Energien (Holzhackschnitzeln) basiert, das wirtschaftlichste Contractingangebot unterbreitet hat.
Die FN ist ein regionales Energie- und Dienstleistungsunternehmen, das bundesweit seine Contractingleistungen anbietet. Insgesamt wurden in 35 Kommunen Contracting-Projekte mit verschiedenen Partnern realisiert. Zudem ist FN einer der größten Wärmelieferanten in Nordrhein- Westfalen.
FN betreibt bereits in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums Erftstadt zwei weitere Contracting-Projekte in Frechen (Sporthalle) und in Kerpen (Wohnpark Türnich), sodass auch in Erftstadt eine schnelle Vor-Ort-Präsenz gewährleistet ist.
Das von FN angebotene Konzept baut auf der Variante –Erneuerbare Energien- der Ausschreibung auf und sieht die Versorgung aus einer Holzkessel- und Gasanlage vor, die aus zwei in der neuen Heizzentrale zu errichtenden 800- bis 850-kW-Holzkesseln und aus der Übernahme von zwei bestehenden 900-kW-Gaskesseln im Gymnasium sowie zwei bestehenden neueren 670-kW-Gaskesseln in der Realschule besteht.
Die Gaskesselanlage dient als Spitzenlastkessel und zur Redundanz. Mindestens 80 % bis 85 % der Wärmelieferung erfolgt aus der Holzkesselanlage, der Rest aus den Gaskesseln.
Insgesamt erfolgt die Wärmelieferung über das neue Nahwärmenetz aus 14 Übergabestationen – versorgt werden das Gymnasium, die Real-, Haupt- und Grundschule sowie ein Kindergarten, das Freibad Lechenich, die 2-fach- u. 3-fach-Turnhallen und die Tennishalle.
Durch die neue Holzkesselanlage werden ca. 365.000 m³ weniger Erdgas eingesetzt. Damit tragen FN und die Stadt Erftstadt zu jährlichen Einsparungen von CO²-Emissionen in Höhe von ca. 730 t bei. FN nimmt auf Grund der hohen CO²-Einsparungen über das JIM.NRW-Programm der Energieagentur NRW an dem Handel von Emissions-Klein-Zertifikaten teil. Aus diesem Handel ist bis 2012 mit Erlösen von insgesamt bis zu ca. 50 T€ zu rechnen.
Die Wärmelieferung begann mit Fertigstellung des Nahwärmenetzes aus den bestehenden Gaskesselanlagen ab Mai 2009. Die Versorgung aus der Holzanlage erfolgte mit Fertigstellung der Holzkesselanlage im November d. Jahres. Die Vertragslaufzeit beträgt 15 Jahre. FN liefert an die Stadt eine Wärmemenge von ca. 4.270.000 kWh/a zu festvereinbarten Preisen. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich incl. Planungskosten auf 2,7 Mio. €.
Neben dem Anlagenneubau sind auch die Kosten für die Wartung, Instandhaltung, Betriebsführung und dem 24-Stunden Notdienst in dem Wärmepreis enthalten.
Abschließend kann man feststellen, dass sich die Stadt Erftstadt im Rahmen dieses Contracting-Projektes
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eigene Investitionskosten in eine neue Anlage erspart, |
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zusätzlich die Wartungs- und Instandhaltungskosten auf FN überträgt, |
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die Brennstoffbeschaffung und das komplette Versorgungsrisiko an FN überträgt und einen beträchtlichen Anteil zur CO²-Reduzierung leistet. |
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Ansprechpartner FN:
Hans Büch
Abteilungsleiter Contracting
Tel.: 02064/605-295
Fax: 02064/605-553
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01.12.2009 Stadt Erftstadt
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