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Holz liefert Wärme für Schulzentrum Lechenich
Erftstadt geht mit ökologischer Heizung neue Wege

Im Februar dieses Jahres begannen die Bauarbeiten am ersten Holzheizwerk in Erftstadt.
Die Holzhackschnitzelanlage, die künftig über ein Fernwärmenetz das Lechenicher Gymnasium, Real- und Hauptschule sowie die dazugehörigen Sporthallen, die Bücherei, die Tennishalle, die Grundschule, den Kindergarten und das Freibad sowie Haus Rotbach und Haus Lebenshilfe e. V. beheizen wird, wurde nun offiziell von Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips (l.) und Hans Büch (r.), Leiter der Abteilung Energiecontracting, Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH, in Anwesenheit von Landrat Werner Stump und Vertretern des Stadtrates eingeweiht.

Die Stadt Erftstadt hatte das Projekt als Energieliefer-Contracting europaweit ausgeschrieben. Den Auftrag zum Bau eines Nahwärmenetzes und eines Holzheizwerkes sowie zur Lieferung von Wärme über einen Zeitraum von 15 Jahren erhielt die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH aus Dinslaken. In den Bau der neuen Anlage hat die Fernwärmeversorgung Niederrhein, die über langjährige Erfahrungen im Bereich von Nah- und Fernwärmenetzen sowie den Bau und Betrieb von Holzheizwerken verfügt, 2,7 Millionen Euro investiert.
Durch den Abschluss des „Contracting-Vertrages“ mit der Fernwärmeversorgung Niederrhein wurden die zum überwiegenden Teil veralteten Anlagen zur Wärmeerzeugung im Schulzentrum Lechenich an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Der Einbau einer Steuerungstechnik dient der Überwachung und Störungsbeseitigung der Anlage und zur Verbrauchserfassung und kann auf die im Aufbau befindliche Gebäudeleittechnik bei der Stadtverwaltung aufgeschaltet werden.
Die Sanierung der Heizungsanlage wäre dringend erforderlich gewesen. Die Kessel in den 10 Verbrauchsstellen waren bis zu 28 Jahre alt.
Die Holzhackschnitzelheizung hat nur noch eine Heizleistung von 1.700 kW. Die Energieeinsparung durch das Nahwärmenetz im Bereich der angeschlossenen Anlagen beträgt knapp 15 Prozent - bei den Gaspreisen ein wichtiger Aspekt.
Investitionen und Bauunterhaltungsarbeiten der Heizungszentrale und Netz im Bereich der Wärmeerzeugung fallen in den nächsten 15 Jahren für die Stadt nicht an.

Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips freut sich. „Nicht nur dass die Stadt rund 675.000 Euro einspart - auch die Umwelt gewinnt. Die Verwendung von erneuerbaren Energien, zu denen die Holzhackschnitzel zählen, ist umweltschonend und führt zur CO2-Einsparung. Die Holzhackschnitzel sind nahezu CO2-neutral. Der Kohlendioxidausstoß wird sich um rund 730 Tonnen pro Jahr verringern“, so Dr. Rips.

Bereits im Jahr 2005 wurde vom Rhein-Erft-Kreis eine Biomassestudie beauftragt, die das Potenzial für Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis von erneuerbaren Energien im Rhein-Erft-Kreis ermittelt hat. Im Zuge dieser Studie hat sich die Stadt Erftstadt entschlossen, ihren Wärmebedarf verstärkt über Biomasse zu decken. Bei ihrem Programm zur Energie- und CO2-Einsparung erhielt die Stadt Erftstadt Unterstützung von der EnergieAgentur NRW, die die Ausschreibung und das Konzept geprüft hat. Die EnergieAgentur NRW freut sich besonders, dass da s von ihr favorisierte Energiekonzept in Erftstadt realisiert wurde und wird über das Erftstädter Vorzeigeprojekt berichten.

30.11.2009 Stadt Erftstadt

 
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